Haltbarkeit bei Getreide, Schrot und Mehl

Bei sachgerechter Lagerung gelten für nachfolgende Produkte folgende Mindesthaltbarkeiten:

Getreide

 

Flockenprodukte u. dunkle Mehle

 

alle Sorten

12 Monate

Weizenmehl Type 812

9 Monate

 

 

Weizenmehl Type 1050

9 Monate

helle Mehle

 

Weizenmehl Type 1600

9 Monate

Weizenmehl Type 405

12 Monate

Roggenmehl Type 1150

9 Monate

Weizenmehl Type 550

12 Monate

Roggenmehl Type 1370

9 Monate

Roggenmehl Type 997

12 Monate

Roggenflocken

9 Monate

 

 

Vierkornflocken

9 Monate

Schrote u. Vollkornmehle

 

Weizenflocken

9 Monate

Weizenvollkommehl

6 Monate

Haferflocken

9 Monate

Roggenvollkommehl

6 Monate

Gerstenflocken

9 Monate

Roggenschrot Type 1800 grob

6 Monate

 

 

Weizenschrot Type 1700 grob

6 Monate

 

 

Haselnüsse

6 Monate

 

 

Die oben angegebenen Haltbarkeitsdaten sind reine Mindestangaben. Es ist ohne weiteres möglich, daß bei sachgerechter Lagerung weitaus höhere Haltbarkeiten erreicht werden.

 

Sachgerechte Lagerung: Eine sachgerechte Lagerung von Getreide und Mehl setzt voraus, das eine

Raumtemperatur von 20° C nicht überschritten wird. Optimal wäre eine

Kühllagerung bei einer Raumtemparatur von ca. 8° C, da diese die

Entwicklung von Vorratsschädlingen hemmt. Auch sollte die relative

Luftfeuchtigkeit nicht höher als 65 % sein. Weiterhin sollten die Behältnisse die

zur Aufbewahrung dienen frei von Staub und andern Lebensmittelresten sein. .

Speisegetreide sollte nur dann unter luftdichten Bedingungen gelagert werden,

wenn es sehr trocken ist, da sonst die Keimfähigkeit leidet.

Nicht zu empfehlen sind: Kellerräume, wegen der, insbesondere im Sommer, meist zu hohen

Luftfeuchtigkeit. Auch Dachböden sind ungeeignet, da hier die

Temperaturschwankungen zu hoch sind. Falls die Küche als Aufbewahrungsort

zu warm oder zu feucht ist, bietet sich hier als möglicher Aufbewahrungsort das

gut belüftete Schlafzimmer an, da hier im Vergleich zu anderen Räumen die

Luftfeuchtigkeit meist geringer ist.

Kornkäfer
Der Käfer ist 3-5 mm lang und von dunkelbrauner bis schwarzer Farbe. Der Kopf läuft in einen gekrümmten, schmalen Rüssel aus. Als besonderes Merkmal des Kornkäfers ist der mit länglichen Punkten gezeichnete Halsschild hervorzuheben. Seine Flüge sind verkümmert, so daß er nicht fliegen kann.

Entwicklung des Kornkäfers: Nach der Paarung bohrt das Weibchen des Kornkäfers ein Getreidekorn an, legt ein Ei hinein und verschließt die Öffnung mit einem Sekrettröpchen. Ein Weibchen kann insgesamt bis zu 200 Eier legen. Die aus dem Ei schlüpfende Larve ernährt sich vom Korninneren und verpuppt sich nach mehreren Häutungen . Der sich aus der Puppe entwickelnde Käfer friß sich durch die Kornschale nach außen und läßt ein leergefressenes Korn zurück. Etwa drei Tage nach dem Schlüpfen aus dem Korn ist der Käfer fortpflanzungsfähig.

Die günstigsten Lebensbedingungen liegen für den Kornkäfer bei Temperaturen um 25 °C und einer relativen Luftfeuchte von 85 %. Der Entwicklungszyklus von Ei zu Ei umfaßt bei einer Temperatur von

10 °C: 200 Tage, 20 °C: 90 Tage und 25 °C 50 Tage.

Bei Temperaturen unter +12 °C findet keine Paarung mehr statt, und unter +5 °C tritt Kältestarre ein. Trockene Luft wirkt lebensverkürzend. Der Kornkäfer ernährt sich durch Anfressen der Kömer von außen. Er ist außerordentlich zäh und vermag längere Zeit ohne Nahrungsaufnahme zu leben, und zwar um so länger, je niedriger dir Temperatur und je höher die relative Luftfeuchtigkeit liegt, beispielsweise bei + 5 °C bis + 6 °C und gesättigter Luft bis zu einem Jahr.

Download als PDF-File